Uwe Oestringer ist schon seit über 17 Jahre in der Finanzdienstleistungsbranche tätig. 2008 beendete er erfolgreich das Studium und erwarb den Titel Masterconsultant in Finance (IOFC) sowie den Fachwirt für Finanzberatung (IHK).
Uwe Oestringer ist im Großraum Rhein-Neckar-Kreis tätig und ist von Kunden auf dem unabhängigen Bewertungsportal WhoFinance unter den Top 50 Beratern Deutschlands ausgezeichnet. Seine Schwerpunkte sind liegen in der Geldanlage sowie der ganzheitlichen Altersvorsorgeberatung.

Was sind Ihrer Erfahrung nach die größten Herausforderungen beim Thema sichere Geldanlage?

Uwe Oestringer: Bei einer Beratung sollte man immer drei Dinge berücksichtigen:
Die Inflation, die Steuer (Abgeltungssteuer) und die Risiken der Staatsverschuldung. Um das Ersparte zu erhalten ist ein Zinsertrag von mind. 4% p.a. notwendig. Ein gutes Viertel davon geht an Abgeltungssteuer weg und der Rest des Ertrages verliert der Anleger durch die schleichende Geldentwertung, auch Inflation genannt.
Viele Geld-Anlagen die vor Jahren noch als absolut sicher galten, sind heute als hoch spekulativ einzustufen. Hierbei setzen die Anleger auf die angeblich sicheren Anlagen wie beispielsweise: Sparbuch, Festgeld, Zertifikate, Staatsanleihen, Rentenfonds, klassische Kapitallebens.- Rentenversicherung u.ä. Die meisten Kunden machen daher immer und immer wieder die gleichen Fehler und sparen im Geldwertbereich.

Für den kurzfristigen Anlagezeitraum mag das in Ordnung sein, benötigt man doch dringend Geld weil die Waschmaschine streikt oder man gar das Geld für ein neues Auto braucht. Alles andere Kapital des Anlegers hat aber in einer solch turbulenten Zeit wie der heutigen, in Geldwerte nichts zu suchen.
Die Risiken der Staatsverschuldung, eine drohende Hyperinflation sowie eine mögliche Währungsreform haben die meisten Menschen hierbei noch gar nicht berücksichtigt.

Welche Lösungen gibt es heute und wie werden diese von Ihnen bewertet?

Uwe Oestringer: Schon vor Jahrzehnten galt der Spruch: Lege das Geld nicht bei der Bank, sondern wie die Bank an.
Seit vielen Jahren gibt es für nahezu jeden hervorragende Lösungsmöglichkeiten am Markt um sein Geld sicher und ertragreich anzulegen. Die Geldwerte verlieren durch die Inflation an Wert und die Sachwerte gleichen diese aus. Das war schon immer so. Schon mit wenig Geld können die Leute hierbei ihr Erspartes sichern.
Wichtig dabei ist das Vermögen in verschiedene Bereiche zu teilen. Bewährte Sachwerte sind: Rohstoffe wie z.B. Edelmetalle (Gold und noch besser ist Silber), Immobilien, Investmentfonds, Fondspolicen, Unternehmensbeteiligungen u.ä. Um sein Vermögen zu schützen ist hier eine Investition notwendiger als je zuvor.

Worauf müssen Kunden bei einer Beratung zum Thema Geldanlage besonders achten, was macht ein guter Berater richtig, was macht ein schlechter Berater falsch?

Uwe Oestringer: Ein schlechter Berater „verkauft“ vorgegebene Produkte unabhängig vom Kundenbedarf.
Von einer unabhängigen und neutralen Beratung kann hier natürlich keine Rede sein. Dabei werden meist nur Produkte von der Stange verkauft. Bei einem guten Berater weiß der Kunde, dass dieser in der Produktauswahl unabhängig ist.
Da sich alle Berater registrieren müssen kann sich der Kunde auch vorab unter http://www.vermittlerregister.info über seinen Berater informieren. Gute Berater nehmen sich die Zeit für den Kunden, überprüfen die vorhandenen Geldanlagen und erstellen Verbesserungsvorschläge. Hierbei geht es nicht um einen schnellen Abschluss sondern um die langfristige Zusammenarbeit.

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